Let’s Talk Prices!
Vielleicht hast du es in den letzten Monaten und Jahren schon mitbekommen: Kaffee wurde und wird teurer. Ob im Supermarkt, bei Großröstereien mit Camping- und Kleidungsabteilung oder bei Specialty-Coffee-Röstereien im Szeneviertel – deine Lieblingsbohen kosten mitlerweile ein bisschen mehr. Und auch wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem wir unsere Preise leicht anpassen müssen - was jedoch auch gute Gründe hat.
Zwar gibt es bereits zahlreiche Blogs, Podcasts und Videos, die die globalen Aspekten des Kaffeepreisanstiegs beleuchten, doch es ist uns ein Anligen, dir hier noch einmal zusammenfassen, was in den letzten Jahren alles auf den Kaffeepreis eingewirkt hat. Vor allem aber möchten wir ganz transparent sein, wie wir bei Zwoo mit dieser Entwicklung umgehen.
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Warum wird Rohkaffee weltweit teurer?
Die Rohkaffeepreise an den internationalen Börsen haben in den vergangenen Jahren Höchststände erreicht. Das liegt an einer Verkettung viel globaler (Krisen)Faktoren:
1. Klimawandel, Brasiliens Ernte und die Auswirkungen auf den Weltmarkt
In Brasilien, dem weltgrößten Arabica-Produzenten, führten Frost und Dürren in den letzten Jahren zu historischen Ernteeinbußen. Die hohe Nachfrage überstieg das physische Angebot, was die brasilianische Preise und in folge dessen den Weltmarktpreis in die Höhe katapultierte.
Auch wenn wir unseren brasilianischen Kaffee direkt über unseren Partner vor Ort (Ocafi) beziehen, betrifft diese Entwicklung natürlich auch den brasilianischen Hauptbestandteil unseres Elefanten, Zebras und Nashorns. Und da es sich hierbei um eine Entwicklung des globalen Weltmarktpreises handelt, wurden in der Folge auch Kaffees aus allen anderen Ursprungsländern teurer.
2. Krisen, Kriege & Logistik
Zusätzlich haben weltweite Krisen und Konflikte dazu geführt, dass nicht nur der Rohkaffee teurer wurde, sondern auch sein Weg zu uns. Seit der Corona-Pandemie herrscht bis heute eine Verknappung und Verspätung bei Containern.
Die Blockade des Suezkanals und die anhaltende Krise im Roten Meer zwangen und zwingen Containerschiffe zu langen Umleitungen um ganz Afrika. Aktuell beobachten wir zB. ganz akut die krisenhafte Situation Äthiopiens – dem Ursprung unseres Flamingos und Kolibris. Verlängerte Transportzeiten sowie gestiegene Treibstoffpreise verteuern den Seetransport erheblich. Und zu guter Letzt werden auch die Energie- und Gaskosten für den Röstprozess bei uns vor Ort nicht günstiger.
3. Spezialitäten-Boom & neue Märkte
Während all dieser Krisen, knapper Ernten sowie der auch im Herkunftsland steigenden Lebenshaltungskosten und Inflation wächst der weltweite Durst nach hochwertigem Specialty Coffee weiter.
Nicht nur in den bisher etablierten Märkten in Nordamerika und Europa boomt die Szene und die Nachfrage nach gutem Kaffee und Kaffeewissen – es entstehen auch neue Märkte, die in direkte Konkurrenz treten. Besonders in Asien – allen voran in China, Südkorea und Japan –, aber auch in Brasilien selbst wachsen junge Kaffeekulturen auf der Überholspur. Das heizt den Wettbewerb um die besten Rohkaffee-Lots preislich weiter an.
All diese Faktoren haben zusammen dazu geführt, dass der Weltmarktpreis für Kaffee zwischenzeitlich um 300% höher lag als noch 2020.
Und trotz all dieser Entwicklungen...
konnten wir in den letzten Jahren unsere Preise aufgrund unserer langfristigen Partnerschaften im Ursprung und einer nicht zu stark an den Weltmarktpreis gekoppelten Einkaufsstrategie konstant halten und mussten nur minimal anpassen – wie zuletzt um ca. 5 % im Mai 2025.
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Qualität & Partnerschaft statt Kompromisse: Unser Weg
Wir blicken mit viel Aufmerksamkeit auf die Situation auf dem Kaffeemarkt und sehen in der Entwicklung auch Gutes. So decken die höheren Preise für Rohkaffee bei vielen Produzent:innen zum ersten Mal seit Jahrzehnten nicht nur deren Produktionskosten, sondern lassen auch Investitionen zu.
Die massiven Preisanstiege des Kaffees an der Börse betreffen die großen Player viel mehr als uns. Denn im Gegensatz zu uns, die auf direkte Beziehungen setzen, richten sie ihre Einkäufe primär am Börsenpreis aus.
Wir möchten aufgrund dieser Preisentwicklung jedoch genau zwei Sachen nicht: minderwertigere Kaffees einkaufen, um die Preise künstlich zu halten, und damit einhergehend unseren langfristigen Partnern im Origin in diesen, auch für sie nicht einfachen Zeiten abspringen. Eher das Gegenteil ist gerade der Fall: Die neue Ernte aus Guatemala beispielsweise hat sich dieses Mal qualitativ selbst übertroffen, und indem wir diese nun zusätzlich zum Elefanten und Tukan auch als reine Filterröstung in unserer Giraffe anbieten, konnten wir noch größere Mengen bei unserem mittlerweile langfristigsten Partner kontrahieren und Verlässlichkeit beweisen.
Durch die steigenden Preise und die immer höhere Qualität unseres Sortiments führt also leider kein Weg mehr an einer Preiserhöhung vorbei. Wir versuchen diese so moderat wie möglich zu halten, um nach wie vor Kaffees in Einstiegs-Preissegmenten anzubieten und einer neuen Leidenschaft nicht im Weg zu stehen.
Was bedeutet das effektiv?
Zunächst: Im Schnitt heben wir unsere Kaffeepreise wieder "nur" um ca. 5% an (250g-Tüten ø 4,3%, Kilos und Probierpakete ø 5,8%). Manche Kaffees sind davon mehr betroffen, andere weniger und einige behalten ihre Preise
Unser Elefant und Nashorn steigen von 9,50€ auf 10€/250g, unsere fruchtigen Omniroasts (Flamingo, Kolibri und Chamäleon) um jeweils 1€ auf 15€ & 17€/250g. Auch unser Decaf (Faultier) und unsere Filterkaffee-Giraffe heben wir um 1€/250g an. Daraus ergeben sich Kilopreise, die um 1€-5€ pro Kilo steigen. Den größten Sprung machen die 1kg Tüten vom Nashorn und Elefant von 32€ auf 36€. Bei der letzten Preisanpassung hatten wir diese beiden kilos nicht angepasst und müssen da nun nachziehen.
Umgerechnet auf die Tasse daheim also nur wenige Cent - und auch in unseren Läden behalten wir die Getränkepreise entsprechend erstmal bei.
Wir bitten euch um Verständnis für diesen Schritt und hoffen ihr könnt die Entwicklungen auf dem Kaffeemarkt und den globalen Preisanstieg nun etwas besser nachvollziehen.
Meldet euch gern jederzeit bei Rückfragen über das Kontaktformular!